Je höher ich komme, desto spektakulärer wird die Höhle. Wasser scheint überall zu sein.
Es läuft durch Spalten, sammelt sich in Becken und stürzt an manchen Stellen tief zwischen den Felsen hinab.
Dabei ist das hier offenbar nur ein winziger Teil des Höhlensystems. Ich habe bereits mehrere Abzweigungen gesehen, und die Lichteinfälle durch einzelne Spalten in der Decke zeigen mir, dass ich noch immer nicht besonders tief im Berg sein kann.
Eines weiss ich inzwischen aber sicher:
Ich habe den Ursprung der Kristallfragmente aus den Dämmerquellen gefunden. Teile dieser Kristalle brechen offenbar aus dem Gestein, gelangen ins Wasser und werden über den Berg hinabgespült.
Nur verstehe ich eines nicht: Die Fragmente draussen leuchten nicht.
Und dann ist da diese Atmosphäre hier. Die Luft ist kühl, frisch und unglaublich belebend. Jeder Atemzug macht den Kopf klarer. Nichts riecht modrig oder abgestanden. Im Gegenteil. Je länger ich hier bin, desto weniger möchte ich wieder hinaus.
Trotzdem sollte ich vernünftig sein.
Für die Erkundung eines derart riesigen Höhlensystems bin ich nicht vorbereitet, und ich
habe keine Ahnung, wie weit es reicht.
Ein kleines Stück gehe ich noch.
Solange ich dem Wasserlauf folge, finde ich auch wieder zurück.